So 21 Okt 2007
DSL
Geschrieben in Internet&Kommunikation
Auch wenn die DSL-Technologie aus technischen Gründen noch nicht flächendeckend zur Verfügung steht, so hat sie doch die Nutzungsmöglichkeiten des Internet ganz erheblich verändert. Ebenso wie analoge oder ISDN-Telefone und Faxgeräte verwendet auch die DSL-Technik das „normale“ zweipolige Kupferkabel Ihres Hausanschlusses zur Datenübertragung. Es wird jedoch ein größerer Frequenzbereich genutzt, wodurch in der gleichen Zeit wesentlich mehr Informationen übertragen werden können.
Der Vorteil für Sie als Nutzer liegt darin, dass das herunterladen von Dateien aus dem Internet in wesentlich kürzerer Zeit erfolgt. Der Zeitvorteil beim Laden einer Website mag noch nicht so gravierend sein. Wenn allerdings Software, Musikdateien oder gar ganze Spielfilme auf den heimischen PC transferiert werden sollen, so wird die analoge und auch die etwas schnellere ISDN-Technologie oftmals zu einem Erlebnis der besonderen Art.
Die Umstellung eines analogen oder ISDN-Zugangs auf einen DSL-Zugang ist technisch ein Kinderspiel. An neuer Hardware benötigen Sie lediglich ein DSL-Modem und einen so genanten Splitter, der dazu benötigt wird das Telefonsignal und das Datensignal für den Internetzugang zu trennen. Das ist notwendig, da DSL charmanterweise den Frequenzbereich, den Ihr Telefon verwendet nicht benutzt. Für Sie bedeutet das, dass die Telefonleitung auch bei bestehender Internetverbindung frei bleibt und simultan genutzt werden kann. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie analog telefonieren oder via ISDN. Das gleich gilt natürlich auch für Datenübermittlung per Telefax.
Wenn wir einmal die Verkabelung, ausgehend von der ersten TAE-Dose (Telefonanschluß) im Haus verfolgen, so führt von dort ein Kabel in den oben bereits erwähnten Splitter. Von dort aus trennen sich die Wege, das heißt zwei Kabel führen aus dem Splitter heraus. Eines davon geht zu Ihrem Telefon oder Ihrer Telefonanlage, das Andere zu Ihrem DSL-Modem. Das Modem wiederum ist über ein USB-Kabel mit dem Netzwerkausgang Ihres PC verbunden.
Ein Netzwerkanschluss ist mittlerweile auf jedem neueren Mainboard vorhanden. Anderenfalls hält der Handel für wenige Euro entsprechende PCI-Karten bereit, die einfach und problemlos zu installieren sind.
Die Software zur Einrichtung des Breitbandzuganges, auch so wird ein DSL-Zugang genannt, liefert Ihr Internetprovider kostenlos. Sehr zu empfehlen ist eine DSL-Flatrate. Sie haben so Ihre Internetkosten immer unter Kontrolle und können Ihren Zugang praktisch wie eine Standleitung benutzten, wenn Sie mögen.