Wer auf der Suche nach einem neuen Handy ist, findet sich im Dschungel der vielen Hersteller und Modelle immer schlechter zurecht. So werden Handys seit einigen Jahren in grundlegende und verständliche Kategorien, wie Kamerahandy, Musikhandy, Allrounder, Einsteigerhandy usw. unterteilt.
Wer sich für die Anschaffung eines Kamerahandys entscheidet, steht vor einer weiteren Vielzahl von Entscheidungen was die Ausstattung und Vielseitigkeit des Gerätes anbetrifft. Auch das Preis - Leistungsverhältnis will beachtet werden. So gibt es z. B. günstige Handytarife mit Handy, dadurch bleiben die Kosten einer Anschaffung durchaus moderat.
Die folgenden Absätze sollen einen grundsätzlichen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften eines Kamerahandys bieten. Im Vordergrund steht vor Allem die Auflösung der integrierten Kameras, die im Wettbewerb der verschiedenen Hersteller in schwindelnde Höhen getrieben wird. Die minimale Auflösung, die man heute in Handys findet, ist die des VGA (Video Graphics Array) Standards von 640 x 480 Pixeln. Allerdings werden Kameras mit einer solch vergleichsweise geringen Auflösung eher nicht in dezidierten Kamerahandys sondern anderweitig verbaut. Die aktuellen Modelle der bekannten Hersteller variieren in der maximalen Auflösung von 3,2 - 5 Millionen Pixeln. Das entspricht einem Vielfachen der VGA Auflösung.

Neben der Auflösung kommen der Objektivgröße, der Qualität der Linsen, sowie der verbauten Technik zentrale Rollen zu. Die Objektivgröße aller handelsüblichen Handykameras ist eher klein, was bedeutet, dass die Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen rapide abnimmt, was mittlerweile jedoch in vielen Fällen durch gute Blitze ausgeglichen werden kann.
Die Qualität der Optik, also die der Linsen der Handykameras hat sich in den letzten Jahre deutlich verbessert. In einigen Fällen werden mittlerweile sogar Carl-Zeiß-, und Schneider-Kreuznach-Objektive in Handykameras verbaut.
Der dritte Punkt ist die Technik. Hierbei kommt es vor allem auf die Auslöseverzögerung an. Dies ist die Zeit, die die Kamera benötigt, um nach dem Drücken des Auslösers das Foto zu machen. Hierfür eignet sich z.B. die Technik der K-Serie von Sony Ericsson, die mit der Cybershot Technik aus Digitalkameras arbeitet.

So etwas wie das beste Foto Handy gibt es jedoch nicht. Manchen Benutzern sind neben der Fotofunktion noch andere Handyfeatures wichtig, andere erachten beispielsweise die Größe des Gerätes als besonders wichtig. Aus technischer Sicht liegen aber die aktuellen Kamerahandys der Handyhersteller von Nokia (N-Serie), LG (Viewty) und Sony Ericsson (K-Serie) ganz dicht beieinander. Fast alle bieten eine Auflösung von 5 Megapixeln, eine gute Optik, sowie eine kurze Auslöseverzögerung.
Der Bedienkomfort aller Geräte ist durch extra Fototasten sehr hoch, wenn auch in manchen Fällen etwas gewöhnungsbedürftig. Um die Bilder speichern zu können, werden zu den Geräten üblicherweise Speicherkarte mit mindestens 512MB Kapazität mitgeliefert, die einige hundert Bilder in hoher Auflösung aufnehmen können.

Petra Haas
petra.haas[at]telelino[punkt]de