Der Klimawandel bildet die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Die weltweite Öffentlichkeit kann sich diesem Thema nicht mehr entziehen, denn die Auswirkungen werden mehr oder weniger stark in vielen Bereichen des täglichen Lebens, in den nächsten Jahrzehnten, zu spüren sei. Inwieweit verändert der Mensch das Klima? Was ist dran an manchen Schreckenszenarien oder sind die Medienbewertungen zu überspitzt? Bieten die Wetteraufzeichnungen den nötigen wissenschaftlichen Rückhalt für jene Beurteilungen?
Unser Heimatplanet ist seit Anbeginn beachtlichen klimatischen Schwankungen unterworfen. So gingen vor circa 140 bis 65 Millionen Jahren Saurier in arktischen Breiten durch eine subtropische Fauna spazieren. In der Eiszeit drangen wiederum riesige Gletscher bis weit nach Kontinentaleuropa. Das Holozän, der jetzigen Warmzeit, begann etwa vor 11000 Jahren, trocknete die heutige Sahara aus und schuf unsere jetzige Vegetation.
Innerhalb weniger Jahre haben sich weitere drastische Auswirkungen des Klimawechsels gezeigt. Während des Verlaufes der letzten Eiszeit stieg in Grönland, innerhalb von zwei Jahrzehnten, die Temperatur bis teilweise über 10 °C. Dieser Effekt zog an über 183 Orten auf der Welt spürbare Folgen nach sich. Jene klimatischen Veränderungen waren zweifelsohne nicht menschlicher Natur. Der natürliche Treibhauseffekt ist elementar für die Erde und das Leben. Der Anstieg anthropogener Treibhausgasemissionen lässt die Temperaturen weiter ansteigen. Verschiedene Klimaszenarien sagen eine Erwärmung der globalen Jahresmitteltemperatur von 3 °C bis Ende dieses Jahrhunderts voraus.
Folgereaktionen, wie Abschmälzen der Polkappen, Gletscherschwund, Tauen des Permafrostes, Anstieg des Meeresspiegels, Änderungen der Meeresströmungen und Wetterextreme, sind unaufhaltsame Begleiter des Klimawandels.
Im Kyoto-Protokoll von 1997 wurden erste Maßnahmen verabschiedet, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Die darin vereinbarten Klimaschutzpunkte haben aber selbst an der Protokollerarbeitung beteiligte Staaten nicht oder nur teilweise umgesetzt. Kritische Augen schauen dabei auf die, vor allem in westlichen Ländern, gestiegenen Emissionswerte. Das zeigt, dass der Wille zum Klimaschutz zwar vorhanden ist, aber bislang noch in keinster Weise befriedigend umgesetzt wurde.