Tagesgeld gilt seit dem ersten Tagesgeldkonto als eine sehr interessante Mischung aus Sicherheit, Flexibilität und Rendite, welche sich nun nach und nach auch auf dem Markt durchsetzt und etablierte Anlageklassen und selbst das klassische Sparbuch zu verdrängen versucht. Dabei haben ein Tagesgeldkonto und ein Sparbuch vieles gemeinsam. In beiden Fällen ist das angelegte Kapital so sicher wie möglich, zumindest wenn das Konto bei einer in Deutschland ansässigen Bank eröffnet wurde, welche dadurch Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfond ist. Ob also das Ersparte auf einem Sparbuch liegt oder auf einem Tagesgeldkonto, selbst im unwahrscheinlichen Fall einer Schieflage der Bank, ist das Geld dort so sicher wie möglich aufgehoben.
Aber auch in Punkto Verfügbarkeit ähneln sich diese beiden Anlageformen. So ist es bei einem Tagesgeldkonto möglich, das Guthaben an jedem Geschäftstag in voller Höhe abzuziehen. Dies geschieht anders als bei einem Sparbuch in der Regel jedoch nicht per Auszahlung am Bankschalter, sondern mittels Überweisung auf ein Referenzkonto, für gewöhnlich das eigene Girokonto. Daher können bei einem Tagesgeldkonto schon mal ein paar Tage vergehen, bis man über das Guthaben auch tatsächlich verfügen kann, eine solche Überweisung dauert jedoch nicht länger als zwischen zwei Girokonten und ist sicherlich in Kauf zu nehmen.
Bleibt also zuletzt noch die Rendite dieser beiden Formen der Geldanlage zu vergleichen und hier besticht ganz klar das Tagesgeld. Sparbücher bringen dem Eigentümer nur sehr selten mehr als zwei Prozent Rendite im Jahr und koppeln dies häufig sogar noch an die Höhe des Guthabens. Befindet sich ein eher kleiner Betrag auf dem Sparbuch, so kann es durchaus sein dass die Verzinsung sogar bei unter einem Prozent liegt. Tagesgeldkonten dagegen warten derzeit mit Tagesgeld Zinsen von bis zu vier Prozent und mehr auf, was einem Vielfachen der Rendite eines Sparbuchs entsprechen kann. Neukunden bieten viele Direktbanken darüber hinaus sogar noch Sonderzinsen, wenn diese bisher noch kein Produkt der jeweiligen Bank genutzt haben, also wirklich neu bei diesem Geldhaus sind. Solche Sonderzinsen sind zwar in der Regel zeitlich begrenzt und werden nur für eine gewissen Anlagenhöhe gewährt, doch wenn man letztendlich mehr als fünf Prozent Zinsen für die Dauer von sechs Monaten und einer Einlage von 10.000 Euro erhalten kann, so ist dies ein Angebot dass man durchaus für sich nutzen kann, auch wenn die Verzinsung nach Ablauf des ersten halben Jahres wieder auf rund vier Prozent zurück geht.

Alexander Bertram
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